Die "Maskenpandemie"

Aktualisiert: Okt 11

Ehe ich meinen ersten Blogeintrag über mein self-made Fashionlabel machen konnte, stand ich mitten in etlichen Nähaufträgen von Stoffmasken.

Viele Wege führen nach Rom; In meinem Falle scheint der Weg viel mehr eine exotische Abkürzung als ein Umweg zu sein: Ich hätte wirklich nie gedacht, dass ich mittels Stoffmasken Werbung für mein Label machen würde. Die Not bestimmt jedoch die Spielregeln. Momentan ist meine schlichte Nähmaschine on fire, mein Arbeitszimmer voller Stofffetzen, mein geliebter Freund ist kurzer Hand als mein persönlicher Assistent eingesprungen, um mich aktiv bei den zahlreichen Bestellungen zu unterstützen, unter anderem auch, weil ich weiterhin arbeiten gehe; Derzeit unterstütze ich Supermärkte, die aufgrund von Mitarbeiterausfällen wegen des Covid_19 Hilfe beim Auffüllen der Regale brauchen.


In einer ausserordentlichen Lage nützlich zu sein, ist ein gutes Gefühl. Trotzdem entstehen auch Stress und Leistungsdruck: Welche Änderungen das Lock Down mit sich ziehen wird, möchte ich hier nicht weiter ausführen. Fest steht jedoch, dass für viele Menschen weltweit aktuell die Zukunft ungewiss ist. Deshalb wage ich es, hier die Message in die Welt zu schicken: Nimmt Rücksicht auf eure Mitmenschen. Zeigt Mitgefühl, Achtsamkeit und gebt von Herzen, was ihr geben könnt.


Über die vielen Bestellungen und Feedbacks bin ich begeistert! Sie halten meine Motivation tagein tagaus aufrecht - trotz geteilter Meinungen - weiterhin, die Menschen mit Stoffmasken zu unterstützen. Es ist ein besonderes Gefühl, zu wissen, dass ich mit den handgefertigten Masken den Menschen ein Stück weit auch Sicherheit und Halt schenken kann, und in einer so ungewissen Lage etwas Farbe und Kreativität in den Alltag einbringe.


Mit den aktuellen Einnahmen verfolge ich weitere Ziele, um Ethno Pearls zu fördern und weiter zu entwickeln. Ich möchte hervorheben, dass ich mit meinem Label keine Massenproduktion anstrebe; Qualität ziehe ich vor, ebenso möchte ich ein klares Zeichen gegen Kinderarbeit in der Modeindustrie setzen! Aus diesem Grund ist es mir wichtig, eine stabile Grundlage für die Produktion zu schaffen: Dazu gehört eine gute Nähmaschine, viel Platz und Ressourcen, um alleine oder durch Unterstützung über die Runden zu kommen. Ein Ziel von Nachhaltigkeit und Fairness für die Zukunft: Die Modestücke von kleinen Frauengruppen nähen zu lassen, und somit ihnen einen fairen Lohn zu gewährleisten. Eine Vision, die noch weit weg liegt, trotzdem aber noch realisiert werden kann.


Ich freue mich auch mitzuteilen, dass eine Zusammenarbeit mit einer Hilfsorganisation in Sicht steht. Darüber mehr in den nächsten Blogeinträgen.


Bleibt gesund!





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